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Arbeitende Menschen vs. Wertgenerierung

Man bekommt ja e das, worauf man hin optimiert. Deming hat schon gesagt: “Every system is perfectly designed to get the results it gets.” Wenn wir Arbeitssysteme bauen, in denen es wichtig ist, dass alle Mitarbeiter*innen zu 100% ausgelastet sind, dann werden wir genau solche Systeme bekommen. Und jetzt der wichtige Punkt: Das bedeutet NICHT, dass Arbeiten schnell abgeschlossen werden!

Wenn wir Arbeitssysteme wollen, in denen Arbeiten schnell abgeschlossen werden, müssen wir – Überraschung, Überraschung – Arbeiten abschließen. Also, die Arbeit im System muss limitiert werden, damit sich der Fokus vom Starten aufs Abschließen verschiebt. Und jetzt kommt die Enttäuschung für Vollauslastungsfetischisten: Das geht nicht mit 100% Auslastung!

Wenn wir Pläne mit 100% Auslastung erstellen müssen wir uns im Klaren sein, dass Arbeit langsam fertig wird und dass wir Termine nicht einhalten werden.

#asAreminder

Inflow vs. Outflow

Wann immer irgendwelche agilen Methoden in Organisationen eingeführt werden, drehen sich recht schnell die Diskussionen um “Priorisierungsmeetings”. Replenishment, Planning, Grooming, Flooming, Zooming und wie sie alle heißen. Es muss so schnell wie möglich sichergestellt werden, wie neue Arbeit ins System reinkommt.

Meine Erfahrung sagt, dass man das Thema “Nachschub” anfangs vernachlässigen kann. Ich habe noch nie (und ich verwende die Worte nie und immer durchaus sparsam) ein System gesehen, das am Anfang nicht verstopft war. Es ergibt überhaupt keinen Sinn, über Nachschub zu diskutieren, bevor nicht das verstopfte System gereinigt ist.

Wir müssen den Fokus der Priorisierung verschieben: Es muss priorisiert werden, welche Arbeiten abgeschlossen werden und nicht was gestartet wird. 

#asAreminder

Enterprise Kanban Coach – das sagen die Teilnehmer*innen

Kaum zu glauben, dass es bereits mehr als 30 Enterprise Kanban Coaches gibt. Also mehr als 30 ziemlich kluge Menschen, die ihren Unternehmen auf dem Weg zur Agilität helfen, ohne dabei auf Klischees und Kopien zurückgreifen zu müssen. Sie sind nicht nur fachlich, sondern vor allem auch sozial dazu in der Lage, solche Veränderungsprozesse zu begleiten, zu gestalten und am Leben zu erhalten. Eine anspruchsvolle Aufgabe, die sich nicht nebenbei erledigen lässt und eine gewisse Haltung voraussetzt – in erster Linie die des Lernenwollens. Das heißt allerdings nicht, dass sich in der Ausbildung zum Enterprise Kanban Coach nur Anfänger wiederfinden, ganz im Gegenteil. Unsere bisherigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben schon vor dem Lehrgang große Herausforderungen bewältigt: zum Beispiel Kathrin Schröder von OTTO E-Commerce, Thomas van der Burg, der die Produktentwicklung in einem medizintechnischen Unternehmen leitet oder Matthias Patzak, vormals Vice President Product Engineering bei AutoScout24. Zum ersten EKC Crash Course in Barcelona im Mai 2018 kamen sogar Teilnehmer*innen aus der ganzen Welt: USA, Südafrika, Österreich, Großbritannien, Deutschland, Irland, Schweiz und Peru.

Ob Kurz- oder Langversion des EKC: Das Spannende ist jedes Mal die Diversität der Gruppe, von den verschiedenen Nationalitäten angefangen bis hin zu den verschiedenen Branchen und den Problemstellungen, für die die Teilnehmer*innen Lösungen suchen. Und das Schöne ist: Die Lösungen und möglichen Herangehensweisen für ihre Unternehmen entstehen nicht (nur) durch Sigi’s und meinen theoretischen Input, sondern vor allem durch den Austausch in der Gruppe. Wir legen immer sehr viel Wert darauf, dass aus einer Ansammlung von einzelnen Teilnehmer*innen wirklich eine Gruppe wird, die über den Lehrgang hinaus bestehen bleibt. Das ist uns bisher ganz gut gelungen, denn die Alumni tauschen sich zum Beispiel in unserem Slack-Channel weiter aus und geben sich schnell und unkompliziert gegenseitig Tipps bei Fragen, die in der täglichen Arbeit auftauchen. Das Netzwerken über die Zeit des Lehrgangs hinaus ist auch etwas, das den Teilnehmer*innen bisher besonders wichtig war.

Aber schaut euch einfach selbst an, was die frisch gebackenen Enterprise Kanban Coaches des zweiten Durchgangs zu sagen haben!

TWiG spricht Russisch

TWiG – The WiP Game gibt es jetzt auch auf Russisch. Vielen Dank an Ivan Dubrovin und Aleksei Pimenov für die Übersetzung. Ehrlich gesagt, sehe ich nur eine Anneinanderreihung von lustigen Symbolen, wenn ich mir die Übersetzung ansehe, ich bin mir aber sicher, dass Ivan und Aleksei einen super Job gemacht haben 😉

Fall noch jemand TWiG in eine andere Sprache übersetzen will, bitte bei mir melden.

Ach ja, TWiG V1.5 ist auch schon im Werden. Es gibt echt coole Ideen von der Community, die im Sommer im Slack näher diskutiert und in die Simulation eingearbeitet werden. Vielen Dank für euren Einsatz rund um TWiG!